von am 18. März 2016

wochenschau_11-16_bigImmer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Die Macherin an Bord: Neuköllns Bürgermeisterin Giffey bei der Jungfernfahrt der verlängerten U7 von Rudow zum BER.

Im September sind Wahlen in Berlin – Abgeordnetenhaus & die Bezirksverordnetenversammlungen. Vom Kampf um die Macht merkte man in Neukölln bis jetzt wenig. Nur der hyperaktive CDU-Kandidat Falko Liecke wuselt schon seit Monaten durch die noch leere Arena. Die machthabende SPD hielt sich vornehm zurück, steigt jetzt aber mit einem Wir-wollen-unseren-Panamakanal-Projekt in den Ring. Per Pressemitteilung ließen Bürgermeisterin Franziska Giffey und ihre Genossen verkünden, man wolle die U7 von Rudow bis zum BER ausbauen. Das Bild für die Bürger dazu, ist recht vage  –  „metropolengerechte Erschließung“ und „Neukölln wird von der Eröffnung des BER sehr profitieren“, heißt es in der PM. Seit Jahren hoffen die hiesige Politik und Wirtschaft, dass die künftige Schleuse von Berlin zur Welt den Wohlstand nach Neukölln spült. Am 30. April, auf dem Landesparteitag der Berliner SPD, wollen Giffey & Genossen dafür sorgen, dass die Forderung ins Wahlprogramm der Sozialdemokraten kommt.

Bürger deluxe für unsere demokratische Republik zu erziehen – fast schon eine Mission Impossible in unserer Zeit. Zu heterogen sei angeblich die Gesellschaft, die Jugend schlaff und irgendwie ist alles in deutschen Landen gescheitert oder kurz davor, so die German Angst. Dabei gibt es clevere Herangehensweisen, wie man bereits an den Schulen einen wertvollen Bürgersinn schafft, wie das Projekt „Dialog macht Schule“ in Neukölln zeigt. Dazu eine Reportage von SZ-Autorin Hannah Beitzer.

Neuköllner Imperativ

Geschlossene Gesellschaften tummeln sich im Stadtbad Neukölln, folgt man der taz.

Wien ist der Ort für Neuköllner, die am Wochenende gegen Gentrifizierung demonstrieren möchten.

Wie schlecht das Einwanderungsrecht Deutschlands konzipiert ist, zeigt aktuell der Fall der Neuköllner Familie Khankishiyev. Nach 16 Jahren in der Hauptstadt, sollen die Khankishiyev Ende März nach Aserbaidschan abgeschoben werden, wo sie vor dem damaligen Krieg flohen. Besonders krude: Die Berliner Härtefallkommission hatte der Familie einen dauerhaften Aufenthalt zugebilligt, da aus ihrer Sicht bestens integriert. Dagegen legte Innensenator Frank Henkel aber sein Veto ein…

Prachtfrauen und Kerle

Raus I. Und ne Budel voll Rum! Im Klunkerkranich schlägt am Freitag, dem 18. März, das Saint Papi Rum-Kollektiv auf. Mit dabei: zwei Fässer des edlen Stöffchens und als Live-Combo Enso Akasha & das Paradaidha Project.

Raus II. Der neue Treffpunkt für bärtige Bärchen: Bears, Beards, and Beer in der Alaska Bar. 

Raus III. Gottesanbetung ist angesagt. 80 Jahre Lee Scratch Peery Birthday Party am Samstag, dem 19. März, im YAAM. Zur Musik des Erfinders von Reggae und Dub gibt es den genialen Jubiläumsfilm „Lee Scratch Perry’s Version of Paradise“:

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4 Kommentare:

  • Bla sagt:

    Böse. Ich könnte böse kotzen, wenn ich diese rassistische Kackscheiße von dem @mamjahid lese. Das mal vorweg.

    Ansonsten ist die Forderung, die U7 zu verlängern echt so neu? Fordern das nicht alle ernst zu nehmenden Parteien in Neukölln schon seit gefühlter Ewigkeit – mindestens seit den ersten Planungen des BER? Also quasi noch vor Menschengedenken. Wenn die SPD das nun neu beschließt – gähn – ist es ja grundsätzlich gut. Aber muss darum so ein Gewese gemacht werden?

  • Björn Müller sagt:

    Hallo bla, wo bitte ist bei uns dieser @mamjahid-Kommentar?

    Björn Müller / NK-Net Redaktion

  • Bla sagt:

    Der von euch im Artikel eingebundene Tweet von „Mohamed Amjahid@mamjahid“. Die Geschichte mit den Kartoffeln. Ich hoffe, ich muss nicht erklären, warum das rassistisch ist. Vielleicht verstehe ich das alles auch einfach ganz doll falsch.

  • Björn Müller sagt:

    @bla: Der/Die Kartoffel ist der Deutsche Michel 2.0.

    Björn / NK-Net Redaktion

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