von am 7. März 2014

wochenschau_10-14

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Rütli revisited. Acht Jahre ist es her, dass ein sogenannter Brandbrief von den Lehrern der Rütli-Schule Neukölln schlagartig berühmt und berüchtigt gemacht hat. Nun hat Die Zeit die Rütli-Schule besucht und sich gefragt, was ist in den acht Jahren seit dem Brandbrief passiert ist.

„Der Alltag in der Schule habe sich geändert, erzählt Holtmanns: Das Kollegium sei jünger. Es seien türkisch- und arabischsprachige Sozialpädagogen eingestellt worden. Das helfe enorm, um mit den Eltern zu kommunizieren. ‚Es sind noch die gleichen Schüler, aber sie haben ganz andere Perspektiven. […]

Der Zusammenschluss zur Gemeinschaftsschule war eine der wichtigsten Veränderungen. Alle Schulabschlüsse sind jetzt möglich. Im Sommer erhält der erste Jahrgang seine Abiturzeugnisse.“ Die gleichen Schüler mit neuen Perspektiven (Zeit Online, 27.02)

Gutachten. Bei der Auszählung der Stimmen zum Volksbegehren gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds gab es im Januar Unmut über die Kriterien, nach denen Stimmen für gültig erklärt wurden. Stadtrat Thomas Blesing (SPD) kritisierte, dass theoretisch auch einfach das Telefonbuch abgeschrieben werden könne, um gültige Stimmen zu erhalten. Nun liegt zu der Frage, ob laxe Kontrollvorgaben rechtmäßig sind, ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienst des Abgeordnetenhauses vor:

„Danach ‚ist es nicht zulässig, eine Unterstützer-Unterschrift für gültig zu erklären, wenn gesetzlich vorgegebene Daten wie zum Beispiel das Geburtsdatum oder die Anschrift fehlen‘. Die Vorschriften im Abstimmungsgesetz seien eindeutig. Sie dienten dem Zweck, Missbrauch zu vermeiden.“

Für das Volksbegehren zum Tempelhofer Feld hat das Gutachten jedoch keine Auswirkungen mehr. Das schließt die Rot-Schwarze Koalition laut Berliner Zeitung aus. Ämter missachten Gesetz zu Volksbegehren (Berliner Zeitung, 28.02)

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Neukölln bloggt. Das Blog Topf voll Gold widmet sich leidenschaftlich den Methoden der Yellow Press. Die beiden Autoren bloggen aus Neukölln und erreichen damit täglich über 2.000 Leser. Der Tagesspiegel hat die beiden Blogger besucht. Nur die Lüge zählt (Tagesspiegel, 02.03)

Raus. Im Valentin Stüberl (Donaustraße 112) heißt es heute wieder „Smash or Trash“: Prinzessin Leia und Dr. Ra versteigern Raritäten aus ihrer Schallplattensammlung oder vernichten selbige, falls kein Gebot abgegeben wird. Los gehts mit der Plattenzwangsversteigerung gegen 22 Uhr.

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