von am 16. Januar 2015

wochenschau_3-15Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Von Dominik Sindern und  Sabrina Markutzyk

Plötzlich Flüchtlingsheim. Am Mariendorfer Weg wird gerade eine Erstunterkunft für Flüchtlinge aus dem Boden gestampft. Um zu verhindern, dass rund 100 Menschen provisorisch in einer Turnhalle untergebracht werden, haben Sozialstadtrat Bernd Szczepanski (Grüne) und Franziska Giffey (SPD) kurzfristig nach einer Alternativlösung gesucht und gefunden: Die ehemaligen mobilen Unterrichtsräume der Hermann-Sander-Schule. Schon in wenigen Tagen wird die Unterkunft bezogen.

Aber warum so kurzfristig? Wie alle anderen Berliner Bezirke erhielt das Bezirksamt Neukölln am 6. Januar ein Schreiben vom Landesamt für Gesundheit und Soziales mit der Aufforderung, Turnhallen zu benennen, um die große Zahl der Flüchtlinge unterzubringen.

„Wir wollen nicht, dass die Flüchtlinge in Turnhallen auf engstem Raum ohne jede Privatsphäre hausen müssen“ (Pressemitteilung des Bezirksamts)

Und wer hat sich dazu daneben benommen? Ja genau.

In seiner „Einstandsrede“ nach Wahl zum neuen Vorsitzenden der CDU Britz beklagte sich Christopher Förster, es könne nicht sein, dass hier eine weitere Flüchtlingsunterkunft entsteht.

Helfen, jetzt gleich. Die Menschen, die hier schon in wenigen Tagen ankommen werden, sind Erstankömmlinge. Viele von ihnen haben nichts. Bernd Szczepanski ruft mit den Grünen zu Kleiderspenden auf, für Erwachsene und für Kinder (es werden vor allem Familien untergebracht), Schuhe. Abzugeben in der Neckarstr. 5, bei „Umweltconsulting Dr. Hoffmann“, von Montag (19.01.) bis Mittwoch (21.01.), von 8 bis 16 Uhr.

Bus I / Statistik-Porn. Wer mit der Buslinie M29 einmal von Grunewald bis zum Hermannplatz fährt, hat so ziemlich alle Gegensätze, die Berlin zu bieten hat, präsentiert bekommen – ein mit dem Bus gezeichneter Querschnitt durch Berlin. Die Morgenpost hat sich dem M29 angenommen und entlang seiner Route Statistiken eingesammelt. Und nun wissen wir, ab welcher Station die Linke auf mehr Stimmen als die CDU kommt (nach Moritzplatz) und ab dem Hiroshimasteg mehr junge denn alte Menschen leben. Das alles und noch viel anderen crazy Kram zur zweitbekanntesten Buslinie Neuköllns (zur berühmtesten: siehe „Bus II“) hat die Morgenpost geil aufbereitet: Interkativ.MOrgenpost/M29

Bus II / #TeamStoppuhr. Was wir diese Woche gelernt haben: Sie nennen es „Päckchenfahrten“! Wovon wir reden? Vom M41. Für des neuen Rätsels  Lösung um die berüchtigte Buslinie brauchen wir dich:

Kamelcontent. Apropos Anträge (und nein, Herr Burger (Piratenpartei), nicht nur „wahrscheinlich“)

(Für Feinschmecker: Klicken Sie auch auf die schriftliche Antwort hinter dem Link im Tweet, wenn sie es wieder vom Boden geschafft haben.)

Sonnenuntergang meets Tristesse. Die Ferne im Fenster; die Wochenschau hört Schreie: „Ich wollte immer raus


Raus (Lesung/Kabarett). Adam Fletcher, erfolgreich integrierter Brite, liest aus seinem neuen Buch „Make Me German“ und unterhält auch sonst mit allerhand „inappropriate Ausländer comedy“. Samstag, ab 19:30 Uhr im misu&misu, Infos hier.

Raus (3Tagewach). Die Grießmühle feiert das Wochenende durch – mit dem Magic Waves Winter Festival. Ab Freitag, 20 Uhr, macht 62 Stunden Tanzmusik.

 

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