von am 27. Februar 2014
Das Architekturbüro Barkow Leibinger entwickelte den Siegerentwurf des Estrel-Turms.

Das Architekturbüro Barkow Leibinger entwickelte den Siegerentwurf. Fotos: Anne Stephanie Wildermann

175 Meter hoch wird der neue Estrel-Tower an der Sonnenallee und damit Deutschlands höchstes Hotel. Den Zuschlag für die Realisierung hat ein Berliner Architekturbüro bekommen. Wann die Bauarbeiten beginnen und wie hoch die Kosten sind, wollte keiner der Verantwortlichen sagen.

Es soll ein Prestigeobjekt werden und das neue Tor zur Stadt Berlin: der Estrel-Tower. Hochgezogen wird der 175 Meter hohe Turm an der Sonnenallee, gegenüber des gleichnamigen Hotels. Am Dienstag Nachmittag stellten Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD), Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Hotelbesitzer Ekkehard Streletzki den Siegerentwurf vor, der aus insgesamt sechs Konzepten ausgewählt wurde. Erhalten hat den Zuschlag das Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger, die auch den Tour Total-Turm am Hauptbahnhof kreiert haben.

814 Zimmer soll es in dem 46-geschossigen Gebäude geben, sowie Büro- und Ausstellungsflächen, ein Parkhaus, Spa-, Fitness- und Restauranträume und eine Skybar mit Außenterrasse. Wann die Bauarbeiten auf dem 3,2 Hektar großen Grundstück beginnen und wie hoch die Investitionssumme ist, wollte Hotelbesitzer Ekkehard Streletzki nicht sagen. Er versicherte nur, dass das Estrel-Hochhaus nicht so teuer werde wie der geplante Gehry-Tower am Alexanderplatz. Der kostet 250 Millionen Euro, wird 150 Meter hoch und ist damit Deutschlands höchstes Wohnhaus. „Wir hoffen, dass bis Ende 2014 der Bebauungsplan geändert wird und wir dann die Baugenehmigung bekommen“, ergänzte Thomas Brückner, Geschäftsführer des Hotels.

Sieger02_hochGrund für den Turmbau: Abheben von der Konkurrenz

Neben der Senatsbaudirektorin Lüscher zeigte sich auch Bezirksbürgermeister Buschkowsky sehr erfreut darüber, dass das Projekt endlich realisiert wird: „Ich habe nicht daran geglaubt. Es war ein langer und dorniger Weg bis dahin“, sagte der Rathauschef. Seiner Ansicht nach, ist der Neubau das Beste, was Neukölln passieren könne. „Der Bezirk entwickelt sich. Und das nicht nur am Reuterkiez, in Kreuzkölln oder an der Tempelhofer Freiheit“, so Buschkowsky.

Der Grund für den Turmbau zu Neukölln ist ein rein wirtschaftlicher. „Wenn wir uns nicht vergrößern, verlieren wir Kunden und Veranstaltungen. Immerhin bringen die Events in unserem Haus viele Gäste zu uns. Außerdem wollen wir uns von der Konkurrenz abheben“, erklärte Thomas Brückner. Im Estrel finden Präsentationen großer Unternehmen statt, wie die von Adidas, Puma, Audi und Toyota. Die Kongress- und Veranstaltungsflächen des Hotels, die bereits jetzt von 15.000 auf 25.000 Quadratmeter ausgebaut werden, sollen durch den geplanten Neubau noch mal um rund 13.500 Quadratmeter wachsen.

Die Entwürfe der verschiedenen Architekturbüros sind vom 26. bis 27. Februar und vom 2. bis 6. März im Estrel Hotel, Raum Paris, Sonnenallee 255 zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 9 bis 20 Uhr.

 

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