von am 17. April 2011

Die mediale Inszenierung von Neukölln – ein vielschichtiges Thema. Hier ein kleiner medialer Überblick zum Vortrag vom taz.lab Medienkongress letztes Wochenende:

Ugur Adigüzel und Yachya Rmeid, zwei Neuköllner Abiturienten haben vergangenen Samstag auf dem vielbesuchten Vortrag „Neukölln, eine krasse Story“ die mediale Inszenierung des Bezirks thematisiert und kritisch hinterfragt: „Wie viel Slum verkörpert Neukölln wirklich? Was macht diesen Bezirk zur Problemzone, womöglich zur No-go-Area für alle, die dort nicht leben, zur Schule gehen oder einfach wohnen? Rütli-Schule, Kopftuchdominanz auf den Boulevards, hohe Gewaltraten, eine juristische Politik der Duldsamkeit – kann das gut gehen? Oder: Was geht wirklich schief?“

Wir waren selbst leider nicht vor Ort, dafür haben wir einige interessante Artikel und Links zum Thema zusammengestellt:

Die Ankündigung des Vortrag mit einigen Links zu Medienberichten in Verbindung mit Neukölln

Ein Live-Ticker vom Medienkongress von den Kollegen von bier statt blumen (Neukölln kommt an letzter Stelle)

Ein medial reflektierter Erfahrungsbericht über das erste Mal in Neukölln. Martin Niewendick aus dem Ruhrpott beschreibt seine Gedanken und Gefühle, die er vor seinem Besuch hat, währenddessen und danach.

Man beachte vor allem die folgenden Kommentare: „Ja, und als nächstes lesen wir einen schönen Reisebericht, den 1936 eine Schweizerin oder ein Argentinier schrieb, der nach der Olympiade eine Urlaubsfahrt durch Deutschland machte und kein einziges KZ, keine blutenden Juden und keine standrechtlich erschossenen Kommunisten bemerkte, nur jubelnde, volkstanzende Menschen und Frauen mit geflochtenen Zöpfen. Das wahre Deutschland, heute wie damals, harrt noch seiner Entdeckung.“

Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl aus der Twittervorlesung von der Re:publica diesen Donnerstag:

 

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