von am 6. September 2016
Hackedicht am Hermannplatz

Hackedicht am Hermannplatz

neukoellner.net wollte ein Interview mit dem Rapper Karate Andi führen. Der wollte aber nicht. Dabei würden wir doch so gerne. Also battlen wir um ein Interview.

Lieber Andi,

wer fährt auf seinem Mofa mit flatternder Popelbremse des Nachts durch Neukölln, zieht ein paar Wheelies vor’m Rewe-Getränkemarkt und kann dabei die Catchphrase „Du bist wie ’ne Fotze beim Yoga“ so unerklärt nackig im Raum stehen lassen, dass ein erläuternder Part komplett überflüssig wird?

Wer kann sein Album „Pilsatorplatte“ nennen, in Videos dennoch Sternis trinken und nebenher in galanter Art und Weise zum Ausdruck bringen, dass „Mutterficker“ doch auch nur eine Berufsbezeichnung ist?

Das bist Du. Und dann bist Du auch noch so bescheiden, Dich selbst als C-Prominenz zu bezeichnen, wo doch jedes Kind auf den Straßen und Gassen dieses Bezirks Deinen Namen mit dem ersten Center Shock aufsaugt. Du spielst Dich herunter. Und uns versetzt das einen Stich ins Herz.

Keine Zeit, keine Aufmerksamkeit!

Wir würden so gerne mit Dir reden. Vor einiger Zeit versuchten wir Dich zu erreichen. Wir wollten Dich um eine Audienz bitten. Ein Interview mit dem King of Battlerap. Ein Interview mit dem Mann, der die Cypher bei Rap am Mittwoch deklassiert hat und daraufhin zeigte, dass er nicht nur improvisieren, sondern auch noch verdammt gute Alben aufnehmen kann. Doch Du hast leider keine Zeit gefunden, mit uns zu sprechen.

Du hast viel um die Ohren, das verstehen wir. Aber es wäre schon mächtig blöd, wenn wir nicht noch ein weiteres Mal versuchen würden, um Deine Aufmerksamkeit zu buhlen. Also buhlen wir mal schön.

Hiermit battlen wir um ein Interview!

 

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