von am 17. Juni 2013

Wir sind fertig und das Kunstfestival 48 Stunden Neukölln 2013 auch. Ein kleines Fazit aus dem Redaktionsbüro.

Eins vorweg: neukoellner.net hat es geschafft! 48 Texte für die 48 Stunden (na gut, zwei kommen noch) – wir sind erschöpft und tatsächlich am Ziel. Somit ist dieses Fazit das letzte Brainstorming zum Festival in diesem Jahr.

Was sich hervorzuheben lohnt? Das Festival hatte erstmals ein übergreifendenes Thema, auf das sich die Künstlerinnen und Künstler beziehen sollten: den „Perspektivwechsel“, angelehnt an die transkulturelle Vielfalt und die bereichernden Verschiedenheiten im Bezirk. Das hat nicht nur den Kreativen bei der Umsetzung, sondern auch den Besuchern geholfen, zwischen den 400 Veranstaltungen nicht verloren zu gehen. Was zudem an der wohltuenden Reduktion auf weniger Veranstaltungorte gelegen haben mag.

Länger offen! Tiefer rein!

Es sind 55.000 und sie haben viel zu erzählen. Die Rede ist von Neuköllnern über 65 Jahre, denen in diesem Jahr mit dem „Labor: Urbanes Altern“ ein Schwerpunkt gewidmet wurde. Ratschläge für ein gutes Leben, entschleunigende Interventionen im öffentlichen Raum, Alte als Superhelden mit Superkräften – hoffentlich war das nur ein Anfang für mehr Schlaglichter auf ältere Menschen im Bezirk.

Wünsche für das nächste Mal? Längere Öffnungszeiten und tiefer reingehen nach Neukölln. Denn die 48 Stunden sind einfach eine wunderbare Gelegenheit, um Orte zu entdecken, die außerhalb unseres gewöhnlichen Radius liegen. Und: beim nächsten Mal am liebsten alle Veranstaltungen für umsonst. Warum vereinzelt Eintrittspreise verlangt worden sind, leuchtete bei den sonst überwiegend offenen und freien Türen nicht wirklich ein.

Bis zum nächsten Mal, sagt eure neukoellner.net-Redaktion.

Puh.

 

Ein Kommentar:

  • Schon 2012 gab es mit „Endstation Paradies“ ein Motto. Die Autorengruppe MischMash, der ich angehöre, hatte bei ihrer Lesung im letzten Jahr von den Besuchern ihre individuellen Vorstellungen vom Paradies aufschreiben lassen. Aus diesen Gedankensplittern aus 2012 haben wir neue Texte für 2013 verfasst – und konnten das Motto „Perspektivwechsel“ wunderbar umsetzen. Daher kann ich aus unserer Sicht das Plädoyer für ein Jahresmotto nur unterstreichen. Es wirkt inspirierend und ist doch offen genug für vielfältige künstlerische Umsetzungen. Uns hat es wieder großen Spaß gemacht. Bis zum nächsten Jahr!

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