von am 15. März 2016
Das künstlerische Leitungsteam: Christian Morin, Katja Lucker und Martin Hossbach; Foto: Patrick Desbrosses

Das künstlerische Leitungsteam: Martin Hossbach, Katja Lucker und Christian Morin; Foto: Patrick Desbrosses

Zum zweiten Geburtstag wird das Festival „Pop-Kultur“ in einschlägigen Neuköllner Clubs und Kulturorten gastieren. Auf dem Programm steht mehr als Musik, es wird multilokal und interdisziplinär.

Mehr als ein klassisches Festival wollen sie sein und bringen deshalb nicht nur Konzerte und Performances, sondern auch Talks und Lesungen auf die Bühne. „2015 hatten wir über fünfzig Prozent weibliche Künstler – auch deshalb sind wir ein etwas anderes Festival,“ sagt die Organisatorin Katja Lucker vom Musicboard Berlin. „Wir buchen nicht einfach Bands, die gerade auf Tour sind. Unsere Kuratoren wählen da ganz bewusst aus. Zudem zeigen wir in erster Linie Shows, die vorher noch nirgendwo zu sehen waren.“ Pop-Kultur ist ein nicht kommerzielles, öffentlich gefördertes Festival. Es bringt internationale Musikgrößen auf die Bühne, will aber auch interdisziplinär und wissenschaftlich unterwegs sein und fördert den Nachwuchs: ein riesiges Kultur-Potpourri mit Popkultur als gemeinsamen Nenner. Dieses Jahr wird es zwischen dem 31. August und 2. September stattfinden.

Letztes Jahr las unter anderem Sven Regener gemeinsam mit Andreas Dorau und Twitter-Ikone Eric Jarosinski, alias @NeinQuarterly, philosophierte im Talk. Acts und Künstler für dieses Jahr sind noch nicht bestätigt – mehr wird am 26. April im Passagen-Kino bekannt gegeben.

Bild-Potpurri der Neuköllner Locations

Bild-Potpourri der Neuköllner Locations

Nachdem im letzten Jahr das Berghain dran war und erstmalig als Austragungsort des jungen Festivals herhielt, geht’s zum zweiten Geburtstag nach Neukölln. „Bei der Premiere 2015 waren wir froh, mit dem Berghain einen international bekannten Ort gefunden zu haben. Die Stadt ist aber so groß, toll und viefältig. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr für Neukölln entschieden“, so Lucker. Und hier wird es zwischen dem 31. August und 2. September dann multilokal: An acht verschiedenen Orten wird Neukölln temporär popkulturalisiert. Ur-Aufführungen und Deutschlandpremieren stehen auf dem Programm, Berliner Künstler sollen sich mit internationalen Artisten vernetzen, Entscheidungsträger aus Musikbranche können Wirtschaftsmenschen und Politiker treffen. Und wer nicht connecten will, kann auch einfach nur dancen, diskutieren und dabei sein.

Das SchwuZ und das Vollgutlager werden das Festival-Zentrum bilden, hinzu kommen Heimathafen, Huxleys, Passage-Kino, Keller und Prachtwerk als weitere Veranstaltungsorte. Die Nachwuchs-Sektion, der „Pop-Kultur Nachwuchs“ mit Workshops und Projekten für Neustarter im Künstlerbusiness, wird in der Neuköllner Oper aufschlagen. Blogger, Künstler und junge Journalisten können sich für die Workshops bewerben. „Wir sind super glücklich mit Neukölln“, sagt Lucker und betont: „Wir haben aber nicht nach einem Bezirk, sondern nach Venues, nach tollen Orten gesucht. Und da sind wir vor allem in Neukölln fündig geworden.“

Bevor es offiziell los geht, gibt es aber noch einen Seitensprung nach Mitte: Im Admiralspalast spielt am 30. August, einen Tag vorab, die schottische Band Mogwai ein Film-Konzert: Die Musiker kleiden die BBC-Doku ‚Atomic‘ akustisch neu ein.

Pop-Kultur, vom 31. August bis 2. September 2016 in Berlin-Neukölln.

 

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