von am 12. Februar 2017
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Konzentriert bei der Probe: die Mitglieder von „Katey’s Krew“ (Foto: Rock Pop Schule Berlin)

Seit 16 Jahren befindet sich hinter unauffälliger Altbaufassade in der Pflügerstraße 4 die Rock Pop Schule Berlin, in der sich Musiker, Musikschaffende und Pädagogen aus- und weiterbilden können. Gegründet wurde die Institution von Katja Lehmann, die auch das schuleigene Ensemble Katey’s Krew leitet. Wir haben eine Probe des 15-köpfigen Chors besucht. 

Text: Anemone Dähn

„Geht es hier um Homie Bitches oder Manhattan Girlies?“ Was sich anhört wie ein Battle, ist nur die Beschreibung des emotionalen Ausdrucks eines Songs, während der Probe von Katey’s Krew. Schnell wird klar: Kritik und Lob werden hier klar kommuniziert und als Ensemble-Mitglied muss man mit beidem umgehen können. Immer wieder unterbricht Katja Lehmann, Inhaberin der Schule und Gründerin der Krew ihre Sänger und Sängerinnen und ermahnt: „Wenn ihr in die Ou’s rein geht lasst die Knacklaute weg“ oder „da gibt es einen deutlichen Umbruch zu kitschigem Pop!“. Und auch der Wilde Westen kommt beim Üben nicht zu kurz:  „Stellt euch vor, ihr seid Cowboys und geht auf der staubigen Straße aufeinander zu . . . Da bekommt man doch gleich ein Gefühl zum Bild und darum geht es“.   Katey’s Krew besteht aus 15 Personen, wobei ein Frauenüberschuss deutlich zu erkennen ist. „Wir suchen noch Sänger“, sagt Katja Lehmann, betont dann allerdings:“Jede/r ist willkommen!“

 

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Sänger dringend gesucht! Momentan sind die Frauen in der Überzahl. (Foto: Rock Pop Schule Berlin)

Jogginganzug und Plüschsocken

In der Pause erzählen die Ensemble-Mitglieder, dass sie über private Gesangsstunden oder über Einladung von Freunden zu Katey’s Krew gekommen sind. Warum gerade hier und nicht woanders? Berlin ist schließlich groß. Die Sänger und Sängerinnen antworten, dass man sich hier mehr einbringen kann, als nur mit der Stimme. So werden Songvorschläge gerne aufgegriffen und umgesetzt. Auch die Beherrschung eines Instruments – melodisch oder perkussiv – ist willkomen. Es sei die Wohnzimmeratmosphäre, die einen sicheren, entspannten Raum für die Öffnung und Entwicklung der Stimme bietet. So bringt zum Beispiel jeder an den Wochenenden beim Workshop etwas zu essen mit und es gibt einen „Dresscode“: Jogginganzug und Plüschsocken! Trotzdem ist offensichtlich, dass gerade die heimelige Umgebung der Professionalität nicht abträglich zu sein scheint. Ganz im Gegenteil: Erst kommt das Stimmtraining, dann die Songs. Es gibt auch Hausaufgaben, denn jeder gute Sänger, egal ob solo oder im Ensemble, hat zu üben. Fürs Repertoire bedient sich Katey’s Krew bei den Rock-Pop-Charts, manchen Klassikern und auch bei Newcomern.

Prominente Unterstützer

Im aktuellen Projekt lässt man gezielt Berliner Künstler hoch leben, als glänzendes Beispiel dient hier Jörg Holdinghausen, der Bassist von „Wir sind Helden“, mit seiner Band „Per Anders“. Er begleitet Katey’s Krew auch beim nächsten Konzert. Das findet am 11. März 2017 in den Räumlichkeiten der Schule statt. Beginn ist 20:30 Uhr. Die Plätze sind beschränkt, von daher muss man per Mail (info@rockpopschule.de) reservieren, die Tickets gibt’s dann an der Abendkasse. Außerdem ist die Crew auch für Veranstaltungen buchbar.

Weitere Informationen: 

www.rockpopschuleberlin.de
Mo & Mi: 10 Uhr – 13 Uhr
Telefon 030 – 60 69 05 13
E-Mail: info@rockpopschuleberlin.de

Und es gibt noch einen Aufruf: Gerade wird ein Live-Elektroniker gebraucht, der sich mit Ableton/Machine auskennt. 

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