von am 28. Juni 2014

Späti_1Zwei Fenster der Bar Broschek werden zum Kunst-Kiosk umfunktioniert. Für kleines Geld kann man hier zum Sammler werden.

Ich brauch‘ noch Kippen! Und ich ein Weg-Bier! Beim Gang durch die 48 Stunden können die Tabak und Getränkevorräte schnell zu Ende gehen. Abhilfe schafft ein Späti der Wahl an jeder Ecke. In der Weichelstraße hat während des Festivals ein Späti der ganz besonderen Art seine Türen geöffnet. Besser gesagt seine Fenster: Aus den Räumlichkeiten der Bar Broschek kann man im Vorbeigehen kleine Kunstwerke erwerben.

Im „Kunst-Späti“ gibt es individuell gestaltete Zigarettenschachteln, das „Courage-Pils“ sowie Tütchen mit Süßigkeiten, einer Illustration und einem Text. Dabei handelt es sich um Editionen der „Initiative für unentdeckte zeitgenössisch relevante Positionen“, die auf diese Weise die Funktionsweisen des Kunstmarkts thematisieren wollen. Kunst als Ware, der Künstler als Produzent, der sich auch mal ungewöhnliche Vertriebs- und Vermarktungswege überlegen muss. Durch den Direktverkauf macht er sich unabhängig von Galeristen.

Und doch wirkt dieser Beitrag zu nett, um ernsthaft auf Probleme im Kunstbetrieb einzugehen. Kunst für einen bis fünf Euro zu verkaufen ist sicherlich keine Lösung in Sachen künstlerischer Selbstvermarktung.

DON-03, Kunst-Späti „Courage“, Broschek, Weichselstr. 6, Sa bis 22 Uhr

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