von am 4. Januar 2017
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Aterlierhaus in der Karl-Marx-Straße 58. Foto: Martin Steffens

Im Herbst 2016 hatte das Kulturnetzwerk Neukölln erstmals den Neuköllner Kunstpreis 2017 ausgeschrieben. Nun stehen die zehn nominierten Künstlerinnen und Künstler fest. Wir stellen sie vor.

Künstlerportraits (Fotos): Ines Borchert und Tanja Schnitzler

Das umfangreiche Spektrum der Neuköllner Kunstszene zeigt sich auch bei dem ersten Neuköllner Kunstpreis: Insgesamt 180 Künstlerinnen und Künstler, deren Ateliers im Bezirk liegen, haben sich beworben. Gestiftet wird die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung vom Fachbereich Kultur des Bezirksamts Neukölln in Kooperation mit dem Kulturnetzwerk Neukölln und der Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND.

Anlässlich der Preisverleihung am 13. Januar um 18 Uhr, wird die von Cathérine Kuebel kuratierte Gruppenausstellung „Neuköllner Produktionen – Neuköllner Kunstpreis“ im Galerie im Saalbau eröffnet. Dort können die Werke der nominierten Künstlerinnen und Künstler bis zum 26. März 2017 angesehen werden.

Auf den Preis hoffen, dürfen:

Diana Artus (Fotografie, Installation)

Die 1974 in Bad Salzungen geborene Künstlerin studierte Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war dort von 2008 bis 2010 in der Meisterklasse von Prof. Joachim Blank.

In ihren Werken setzt sie sich mit urbanen Bildwelten und Wahrnehmungsmodi sowie der Frage nach einer Les- und Erzählbarkeit von Städten auseinander. Die Wechselwirkungen zwischen Stadtraum und Stimmung sind dabei für Diana Artus von besonderem Interesse.

 

Anne Brannys (Künstlerbuch/Grafik)

Anne Brannys, geboren 1983 in Mühlhausen, studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2009 bis 2015 hat sie als künstlerisch-wissenschaftliche Doktorarbeit das Projekt „Eine Enzyklopädie des Zarten“ an der Bauhaus-Universität Weimar realisiert und mit „summa cum laude“ abschließen können.

Theoretische und künstlerisch-gestalterische Ansätze sind in der Arbeit von Anne Brannys untrennbar miteinander verwoben, wie sich auch in der Doktorarbeit der Künstlerin zeigt. In ihren enzyklopädischen Zeichnungen entwickelt sie Entwurfsskizzen für fragile Architekturen von Erinnerung und Imagination, ordnende Übersetzungen von Nachdenklichkeit in ein Bild.

 

Janine Eggert // Philipp Ricklefs (Installation)

Das Künstlerduo (*1978/*1981) studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und im Ar.Co, Centro de Arte & Comunicao Visual in Portugal.

In ihren gemeinsamen Arbeit gehen sie der Bedeutung von Erhabenheit und Transzendenz in Relation zu unserer Gegenwart nach. Dabei untersuchen  Eggert und Ricklef die psychologischen Komponenten, die beim Erleben erhabener Momente auf die menschliche Psyche einwirken, wie zum Beispiel ein Blick in die Tiefe.

 

Carsten Kaufhold (Malerei)

Der gebürtige Berliner (*1967) studierte an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt Universität der Künste) bei den Professoren Helmut Otto und F.W. Bernstein.

Beim Flanieren durch die Stadt lässt er sich von dieser zu seinen Malereien inspirieren. Seine Motivwahl erfolgt nicht geplant, sondern ist das Ergebnis spontaner Stimmungen. Carsten Kaufholds Werke zeigen eine „Stillstand der Zeit“.

 

Katharina Moessinger (Skulptur)

Die Künstlerin wurde 1974 in Berlin geboren, wo sie auch Bildhauerei an der Universität der Künste bei Prof. Michael Schoenholtz studierte.

Katharina Moessinger beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Spannungsfeld zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit. Insbesondere untersucht sie dieses anhand der Beziehung Mensch-Tier, wobei der Mensch nicht sichtbarer Teil ihrer Skulpturen ist.

 

Im zweiten Teil stellen wir die weiteren fünf Nominierten vor: Pierre-Etienne Morelle, On/Off, Katrin Wegemann, Karen Winzer, Franca Wohlt.

neukoellner.net ist Medienpartner des Neuköllner Kunstpreises und der Neuköllner Produktionen.

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