von am 14. Juli 2014

Analgraph_TitelEs war mehr als nur eine Modenschau am Samstagabend im Heimathafen. Dort präsentierte sich ein Künstlerkollektiv mit seiner Anaglyph-Show. Musik, Choreografie und Lichtinstallation wurden eigens für die Veranstaltung kreiert. Visueller Höhepunkt war die Damenkollektion der Modedesignerin Raki Fernandez. Sie stammt aus Spanien, arbeitet mittlerweile aber in Neukölln an ihrem Label Raki BCN.

Ihre Models  schickte die Designerin mit schwarzen Badekappen und wasserstoffblondem Kurzhaarschnitt auf den Laufsteg. Sie präsentierten Kleider, Mäntel, Jacken und Catsuits mit Schwarz-Weiß-Prints, glitzernden Wollfäden oder künstlichen schwarzen Federn. „Die Idee ist uns bei einem Glas Wein gekommen. Wie wollten eine Show, die alles verbindet: Musik, Mode, Choreographie und Lichtinstallationen“, sagte die 31-Jährige nach ihrer 20-minütigen Veranstaltung. Damit der Anaglyph-Effekt auch richtig zur Geltung kam, wurden 3D-Brillen an die Zuschauer verteilt.

Kollektion entspricht keinen Moderegeln

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Kleid von Raki BCN

Vergangen November hat das Künstlerkollektiv mit den Arbeiten an der Anaglyph-Show begonnen. Die vergangenen drei Monate haben sie bis zu 15 Stunden täglich gearbeitet. Mühe und Stress haben sich letztlich gelohnt. Fernandez‘ Mode ist zwar in einer gewissen Weise extravagant und feminin zugleich, aber dennoch tragbar. Vor allem die Kombinationen aus Seide, Leder und Wolle, letzteres Material hat immer einen leicht-altbackenen Touch, wirken frisch und zeitlos. „Ich habe mich bei dieser Kollektion an keine Moderegeln gehalten“, sagte Fernandez. So sei es auch völlig egal, zu welcher Jahreszeit die Kleider und Mäntel getragen werden. „Ob Winter oder Sommer, es passt immer.“ Im Vordergrund stand für die junge Frau aus Barcelona nicht der Verkauf ihrer Kreationen an potentielle Kunden. „Wir haben vor Ort einen kleinen Shop, in dem sich Kunden die Sachen angucken und kaufen können, aber das war nicht mein oberstes Ziel,“ erklärte sie. „Für mich sind die Stücke viel mehr Kunst, vor allem im Zusammenspiel mit den anderen Kunstrichtungen“, ergänzte sie.

3D-Effekt nicht für alle Zuschauer sichtbar

Ein Manko gab es allerdings: Nur wer gegenüber des Laufsteges saß, konnte sowohl die Licht- und Grafikinstallation auf der großen Leinwand, als auch deren Projektion auf der Kollektion richtig genießen und das technische Zusammenspiel wahrnehmen. Zuschauer, die an den Seiten saßen, konnten die Spezialeffekte nicht sehen.

Mehr über das Anaglyph-Kollektiv: www.anaglyphstereoscopic.weebly.com

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