von am 20. Oktober 2012

Und es geht weiter: Florian Reischauer zeigt auf seinem Foto-Blog “Pieces of Berlin” die Ecken und Kanten der Stadt und ihrer Bewohner. Auch diesmal hat er für neukoellner.net einige Fotos und Lebensgeschichten aus Neukölln ausgesucht.

Fünfte Runde unserer beliebten Serie, in der wir Euch Florian Reischauers Neuköllnbilder aus seinem tollen Blog “Pieces of Berlin” präsentieren dürfen. Das ist kein Fashionblog, sondern ein nachdenklicher fotografischer Streifzug durch die Stadt – mit echten Menschen, ganz egal ob jung, alt, eingesessen oder zugezogen. Vorher gab's bei uns schon die Teile eins, zwei, drei, und vier.

theodoros; 45; lebt in einer wohngemeinschaft für psychisch kranke;
in berlin ist er schon seit einer halben ewigkeit, mögen tut der theodoros
alles hier, wenn er gute laune hat.

caroline; 29; grafikdesignerin und roller derby spielerin;
die caroline ist eigentlich französin, aber nach dem studium,
ging’s direkt nach berlin um das leben zu beginnen,
wie sie sagt. “man braucht nicht viel hier um zu überleben,
und man lernt ständig interessante leute kennen!”
als selbstständige jedoch, ist es schon hart und viele leute
kommen und gehen wieder, deswegen ist es für sie auch schwierig

lange freundschaften zu schließen. und ja, mit der berliner schnauze
da hat sie oft ihre müh und not…
…nichts desto trotz mag sie berlin sehr gern!

bismark; 53; arbeitslos;
geboren wurde der bismark in den usa, mit 4 jahren
ging’s jedoch nach ghana und seit nun 20 jahren lebt er
in berlin. “ich bin sehr gern hier und bin ja schon fast
ein berliner” sagt der bismark lachend.
leider ist ihm recht langweilig ohne job, die chancen
stehen schlecht im jobcenter. meist geht er spazieren.
was ihm noch besonders gut gefällt an berlin: die schönen frauen.
was er gern ändern würde: hunde abschaffen, die herumliegende
notdurft der vierbeiner nervt ihn gewaltig!

simea; 28; holzbildhauerin;
lena; 29; holzbildhauerin;
die beiden schweizerinnen leben seit einigen jahren in Berlin.
zu beginn hatten sie ihre werkstatt am prenzlauerberg,
dann ging’s nach neukölln, und bald weiter nach lichtenberg.
ihnen gefällt hier die illusion eines nicht gentrifizierten kiezes
und deren wunderschönen anfänge.
was ihnen nicht gefällt: harry gerlach.

edgar; 86; rentner;
“ich bin ein wilder 86er und oben mit dem Mund
kann ich noch alles!”
der edgar ist rixdorfer und zwar seit 78 jahren.
er lebt auch immer noch in der selben wohnung.
berlin liebt er und besonders verbunden fühlt er sich
mit dem roten rathaus, dort hat er lange als stadtinspektor
gearbeitet. die vielen seen rundherum sind für den
begnadeten segler natürlich balsam

ür die seele.

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