von am 2. Juni 2015

Die arte-Dokumentation „Die Meisterfälscher aus Neukölln“ lässt uns in das Leben und Schaffen des genialen Fälscher-Trios eintauchen. Ein Filetstück serviert vom Blog „Mediasteak“ – die uns das ab jetzt öfters servieren.

Im tiefsten Neukölln, fast schon außerhalb des S-Bahnrings, befindet sich seit über 13 Jahren der Kunstsalon der Brüder Posin (Wir haben sie 2012 interviewt). Kein hipper Ort und schon gar keine cleane Galerie, wie wir sie aus Mitte kennen. Abgewetzte Sofas, roter Teppichbelag, Rauchschwaden in der Luft. Hier erschaffen die drei aus der Zeit gefallenen, bärtigen Russen ihre Kopien der großen Meister – aber nur von solchen, die seit über 70 Jahren tot sind, denn dann ist das Copyright abgelaufen. Außerdem signieren Michael, Eugen und Semjon Posin jedes Bild auf der Rückseite und schreiben groß dazu: „Nachgemalt. Kunstsalon Posin“ – ja, sie sind aufrichtige Fälscher.

Ihre Arbeit verrichten die drei Brüder vor allem nachts, um so besser in die Welt der großen Meister einzutauchen zu können. Zur Stärkung gehen sie alle paar Stunden raus in den Neuköllner Kiez, um einen Espresso zu trinken. Doch wie sind sie ausgerechnet hier gelandet? In Russland litten sie unter den Repression des Sowjet-Regimes und verließen deshalb nach ihrem Studium an der Kunstakademie das ehemalige Leningrad, wohnten in London, Paris und nun, seit über dreißig Jahren, hier in Berlin.

Die arte-Dokumentation „Die Meisterfälscher aus Neukölln“ lässt uns in das Leben des genialen Fälscher-Trios eintauchen und bringt uns dessen wahrlich meisterhaftes Schaffen charmant nahe.

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In Kooperation mit Mediasteak – Filetstücke der Mediatheken

 

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