Neuköllner Kunstpreis 2018 – das sind die Nominierten #2

(Foto: Cathérine Kuebel)

Gestern haben wir bereits die ersten fünf Nominierten für den Neuköllner Kunstpreis 2018 vorgestellt. Nun folgen die restlichen fünf Künstler und Künstlerinnen, die eine siebenköpfige Fachjury aus insgesamt 90 Bewerbern ausgewählt hat. Verliehen wird der Preis am 20. Januar ab 20 Uhr im Heimathafen Neukölln. 

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Dienstag, 16. Januar 2018

Ausgewählte Kunstwerke der Nominierten können zwischen dem 20. Januar und dem 18. März 2018 in einer Gruppenausstellung mit dem Titel „Neuköllner Kunstpreis“ in der Galerie im Saalbau angeschaut werden.

Auf den Preis dürfen in diesem Jahr hoffen:

Thilo Droste – Installationen/Gemälde/Skulpturen

Foto: Ines Borchart

Thilo Droste, Jahrgang 1977, studierte freie Kunst in Braunschweig und im Allgäu. Seine künstlerischen Arbeiten sind thematisch äußerst vielfältig und zeichnen sich durch einen ironisch hintergründigen Blick sowie handwerkliches Geschick aus. In einer Ausstellung installierte er beispielsweise 50 Vergrößerungsspiegel und gravierte in jeden einzelnen das Wort „Ego“ ein. Zusammen mit Saeed Foroghi initiierte er im Rahmen von 48 Stunden Neukölln einen fiktiven Architekturwettbewerb für die Passage Neukölln. Der angebliche Gewinnerbeitrag wurde vor Ort mit Hilfe von Umzugskisten räumlich simuliert (Neukoellner.net berichtete).

Barbara Cousin – Zeichnungen/Installationen

Foto: Ines Borchart

Die aus Lille in Frankreich stammende Künstlerin (Jahrgang 1985) beschäftigt sich mit individueller und kollektiver Erinnerung. Cousin arbeitet mit Archivmaterial und mit Fragmenten, die sie zum Teil verfremdet und neu zusammensetzt. In der Serie „What remains“ kombiniert sie zum Beispiel alte Fotografien mit bemalten Stofffetzen und Nähgarn. In einer Installation, die sich mit der Erinnerungskultur rund um die Schlacht in Verdun auseinandersetzt, stellte sie 306.000 abgebrannte Streichhölzer aus.

Barbara Caveng – Installationen/Skulpturen/Partizipatorische Kunst

Foto: Ines Borchart

Die 1963 in Zürich geborene Künstlerin hat an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz studiert. In dem Projekt „Sozialparkett“ trug sie über mehrere Monate lang insgesamt 550 ausrangierte Holzstücke zusammen, die sie so zuschnitt, dass sie sich zu einem Parkett im Fischgrätenmuster zusammenfügen ließen. In dem partizipatorischen Modellprojekt „Kunstasyl“ untersuchte sie die Möglichkeiten des Zusammenlebens und der Gestaltung eines Wohnraums, der von Einheimischen und geflüchteten Menschen in Berlin-Spandau gemeinsam genutzt wird.

Pascal Brateau – Installationen

Foto: Ines Borchart

Pascal Brateau, der 1967 in Reims geboren wurde, beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Architektur und hier insbesondere mit dem Medium des Hauses. Seine Kunstwerke stellen Fragen zu Besitz, Individualität und Gemeinschaft. Trotz der Verwendung verschiedener Materialien (z.B. Holz, Glas und Beton) lassen sich seine Arbeiten auf einen gemeinsamen Nenner hinunterbrechen: Sie alle zeigen ein archetypisches Haus mit Spitzdach.

Kristina Berning  – Skulpturen

Foto: Ines Borchart

Kristina Berning (Jahrgang 1984) hat an der Kunstakademie Münster und am National College of Art and Design in Dublin studiert. Sie fertigt Skulpturen, die filigran und massiv zugleich wirken und bringt sie in einen flüchtig erscheinenden Moment der Balance. Das Material für ihre Kunstwerke findet sie oft im Alltag – in der Vergangenheit verwendete sie u.a. ausrangierte Spanholzplatten und Getränkeflaschen.

Der Neuköllner Kunstpreis wird am 20. Januar 2018 im Heimathafen Neukölln verliehen. Einlass ist ab 19 Uhr. Die Arbeiten der Nominierten werden in einer Gruppenausstellung noch bis zum 18. März in der Galerie im Saalbau zu sehen sein.
Im Rahmen der Neuköllner Produktionen öffnen Neuköllner Ateliers am 20. und am 21. Januar jeweils zwischen 12 und 17 Uhr ihre Türen.

Neukoellner.net ist Medienpartner des Neuköllner Kunstpreises und der Neuköllner Produktionen.

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