von am 23. März 2016
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Özgür Ulucan (Foto: Max Büch)

Eigentlich ist „Türkisch für Hipster“ eine analoge Late-Night-Comedy-Pop-Quiz-Show. Ihr Macher Oz fördert damit die deutsch-türkischen Beziehungen – und zwar in beide Richtungen. Jetzt gibt es das Ganze auch auf neukoellner.net!

Wie viele türkische Namen hast du in deinem Telefon gespeichert? Oz stellt die kleinen Fragen, nicht die großen. Trotzdem nicht ganz unverfänglich, in einem multikulturellen Bezirk wie Neukölln dann vielleicht feststellen zu müssen, dass da so gar keine eigenen Kontakte in die türkische Community bestehen…

„Be a real Berliner, be a little Turkish!“ – Das Motto von Oz ist als Einladung gemeint. Der Wahlneuköllner mit türkischen Wurzeln denkt Integration in beide Richtungen. In Städten wie Amsterdam und Rotterdam hat der Niederländer einen entspannten Umgang mit Vielfalt kennengelernt. „Das fehlt mir ein bisschen in Berlin. Du siehst Türken oder Deutsche oder neu Zugezogene aus der ganzen Welt, die vermischen sich visuell, aber man hat sehr wenig Kontakt zueinander. Das hat mich schon ein wenig überrascht.“

Türkische Superhelden und rappen zu Cartel

Hoffnung gaben ihm seine deutschen Freunde, die ihn nach türkischen Wörtern und Gerichten oder passenden Floskeln im türkischen Supermarkt fragten. Und deshalb ist Oz jetzt nicht mehr nur Soziologe, sondern auch Moderator in seiner eigenen Late-Night-Comedy-Pop-Quiz-Show. Die hat er „Türkisch für Hipster“ genannt. „Ich verpacke ungefähr zehn Fragen zur türkischen Sprache und Kultur in einen Abend, und zwischendurch passieren ganz viele komplett zufällige Sachen. Wir rappen zu Cartel, schauen türkische Superhelden-Filme aus den 60ern und 70ern, trinken Raki und essen türkische Tapas.“ Und es gibt Gäste: Letztes Mal war Kazim Akboga aus dem „Is mir egal“-BVG-Video mit seiner Mutter zu Besuch.

Weil in der analogen Welt aber nicht immer Showtime ist, begleiten wir „Türkisch für Hipster“ und kleine Spin-offs jetzt auch regelmäßig auf neukoellner.net! Für alle, die mehr über den Lebenskosmos ihres türkischen Nachbarn wissen möchten, denen aber bislang der Zugang fehlte. „Die Leute fragen immer: Ist das für Hipster, für Türken oder für türkische Hipster?“, erzählt Oz und lacht. „Nein, das ist für alle, für alle Berliner.“

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