von am 27. Februar 2013

Nach intensiven Recherchen zu unserer Print-Ausgabe sind wir zur schönen Erkenntnis gelangt: In Neukölln gibt es mehr Freunde als Feinde. Hier ein paar Zahlen und Fakten zum Thema.

+ Der Bezirk Neukölln hat Freunde in aller Welt. Zehn internationale und drei nationale Partnerstädte kann der Bezirk vorweisen, darunter Köln, Izmir (Türkei), Puschkin (Russland), Hammersmith (England) und Anderlecht (Belgien). Dazu gibt es vier befreundete Städte: Braunfels, Figueres (Spanien), Hof und Frankenthal.

+ Völker aller Länder vereinigt Euch! In Neukölln leben 315.652 Menschen, wovon 128.359 Bürger (40,7%) einen Migrationshintergrund besitzen und 22 Prozent (69.414) ausländischer Herkunft sind. Auf Platz 1 stehen die türkischen Freunde (21.983), gefolgt von den Polen (6.023) und den Serben (3.995). Insgesamt leben Menschen aus 157 Ländern in Neukölln. Nur 36 Staaten fehlen für die 193 Nationen der UN-Vollversammlung.

+ Der Verwaltungsbezirk hat bereits zwei Preise bekommen. 1987 wurde Neukölln mit dem Europapreis für seine Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

– Auch in Neukölln wurden vor 80 Jahren die Feinde der demokratischen Grundordnung gewählt. Das Endergebnis zur BVV-Wahl von 1933: NSDAP: 33,4%, SPD 26,6%, KPD 26,2%, DNVP: 8,2%, Zentrum: 3,2%, DDP: 1,2%.

+ Seit 1899 gab es in Neukölln 17 Bürgermeister. Hermann Boddin wurde 1907 zum ersten Ortsvorsteher von Rixdorf gewählt. Sein Nachfolger Kurt Kaiser konnte nach der Gebietsreform 1912 dann schon über ganz Neukölln regieren. Unser amtierender Bürgermeister Heinz Buschkowsky war bereits schon einmal von 1991-1992 im Amt. Seit 2001 ist er wieder und ununterbrochen Bezirksbürgermeister.

– Buschkowsky war einst gut befreundet mit dem Neuköllner Kabarettisten Kurt Krömer. In dessen früherer Sendung „Krömer – Die internationale Show“ saß Buschkowsky einmal, nachdem er einige Tage zuvor das von der Regierungskoalition beschlossene Betreuungsgeld heftig kritisiert hatte, nahezu den gesamten Abend über schweigend neben einem schwarzen Schaf.

+ Das glückliche Eisstadion! Neuköllns einzige Schlittschuhbahn liegt an der Oderstraße im Werner Seelenbinder Sportpark. Montags und Mittwochs herrschen dort Happy Days, am Dienstag und von Donnerstag bis Sonntag gibt es dagegen nur Happy Hours.

– Der Feind des KaDeWe – ein Neuköllner! Der Kaufhaus-Erpresser und Dschungelcamp-Kandidat, Arno Funke alias Dagobert, war einst Schüler der Neuköllner Rütli-Schule.

+ Für alle Freunde von Shopping und Konsum: Die Neuköllner Gropius-Passagen sind Berlins größtes Einkaufszentrum mit 180 Geschäften und rund 2500 Arbeitsplätzen.

+ Hier gibt es viel Platz, um spielerisch Freunde zu finden. Im ganzen Bezirk befinden sich 116 Spielplätze.

+ Das Neuköllner Telefonbuch listet nur einmal Feind, dafür viermal Freund.

Der Artikel ist in unserer aktuellen Printausgabe erschienen. Ihr findet sie in Bars, Cafés, sozialen Einrichtungen, kulturellen Institutionen und Geschäften überall in Neukölln.

 

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