von am 3. März 2013

Ein Zaungast, dank des Windes auf dem Tempelhofer Feld.

Sie sind überall: kleine und große Polyethylenbeutel, auch Plastiktüten genannt. Auf 25 Minuten Nutzzeit bringen es die kleinen Tragehelfer duchschnittlich (Robin Wood). Und finden sich dann gerne auf der Straße wieder. Sie lungern in jeder nicht frisch geputzen Ecke. Wenn es windig ist, erinnern die zierlich-zarten an eine der Bekanntesten unter ihnen: aus der Szene in „American Beauty”.

Plastiktüten sind leicht und praktisch, aber ein Graus für die Umwelt: Es dauert zwischen 100 bis 500 Jahre, bis sie verrottet sind. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Deutschland bei etwa 65 Tüten pro Jahr (wissenschaft-im-dialog.de)‚ wobei Neukölln gefühlt auf eine andere Quote kommt, eher in die Nähe von Rest-Europa, wo der Durchschnitt bei 500 Plastiktüten pro Jahr liegen soll (). Die damit verbundene enorme Umweltbelastung will die EU künftig reduzieren.

Wir sind optimistisch und fotografieren in der Zwischenzeit einige. Mein Hund hat mich zu den interessantesten Exemplaren geführt, die derzeit auf der Straße zu finden sind.

Straßenspaziergang Numero 2:

 

„Blaues Wunder“

Well meet again… Eine Plastiktüte unterwegs in der Weisestraße.

 

„Altbekanntes rosa Desaster“

Der Versuch, Hundekot einzusammeln. Am Sasarsteig ziemlich sinnlos.

 

„Unverwüstliches Knallgelb“

Ein wenig Farbe für einen tristen Neuköllner Wintertag in der Lichtenrader Straße.

 

„Schwarzer Filou“

Heute hier, morgen vielleicht immer noch. Kommt auf den Wind an.

 

„Weißes Gespinst“

Lost in the dark in der Hasenheide.

 

„Schwarzgrauer Drache“

Sie hat sich schwer aufgepustet.

 

„Ungetarntes Grün“

Grün, eigentlich Farbe der Natur, in Plastik so gar nicht. Gesehen in der Wissmannstraße.

 

„Zartrosa und Schwer zu fassen“

Das Prinzessinnenkleid unter den Tüten. Auf der Schillerpromenade im Baum verfangen.

Zum letzten Straßenspaziergang (Numero 1) mit Bodenkissen hier entlang.

 

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