von am 2. Juni 2016
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#NKklärtauf Foto: Janos Szombati

Wer in der Undine Apotheke vor der nächsten Nummer noch schnell ein Kondom kaufen will, der wird überrascht. Ein Beipackzettel in der Kondomverpackung weist darauf hin, dass man anstatt hemmungs- und bedenklos, sicheren Geschlechtsverkehr zu haben, doch lieber ein Kind zeugen sollte. PR-technisch eine provokante und vielleicht zu kurz gedachte Idee. Wir glauben: da geht noch mehr!

Andreas Kersten ist Apotheker und bekennender Katholik. Er versucht seine christlichen Überzeugungen mit der Berufung des Apothekers in Einklang zu bringen und sorgt mit seinen Entscheidungen immer mal wieder für Aufsehen. Als einziger Pharmazeut der Hauptstadt wehrt er sich beispielsweise dagegen die Pille danach zu verkaufen, die sogar seit März 2015 in allen Apotheken rezeptfrei zu erhalten sein soll. Für Kersten eine Entscheidung, die er aus „Gewissensgründen“ treffen musste.

Das gewissenhafte Gummi

Im April schaffte es der „Apotheker im Namen der Kinder“ erneut Schlagzeilen zu machen. Diesmal überraschte er mit einer mehr oder weniger kreativen Werbeaktion für ungeschützten Geschlechtsverkehr. Beim Kauf eines Kondoms bekommt man eine schriftliche Moralpredigt gratis. Eine „sorgsame Abwägung bei der Entscheidung für ein Verhütungsmittel“ sollte „im Bewusstsein der Lebensbereicherung (unterstrichen) durch Kinder“ gemacht werden. Ein Auszug aus Kerstens Schreiben verdeutlicht die christliche Ernsthaftigkeit seines Anliegens. Eine Twitteruserin findet das gar nicht witzig.

Es hagelt Kritik

Seit 2014 ist der gummiphobe Apotheker Opfer von linker und feministischer Kritik. Sogar Farbbeutelwürfe musste der Apotheker über sich ergehen lassen. Woran liegt es, dass Herr Kersten permanenten Drangsalierungen ausgesetzt ist? Wir glauben – dreiste Werbeaktionen sind das eine, sie müssen nur konsequent zu Ende gedacht werden.

Werbeaktion – #NKklärtauf

Warum nur den Pillenverkauf untersagen und Kondome mit Beipackzetteln versehen? Wenn die Botschaft zum Wohle der Kinder eine weitere Verbreitung erfahren soll, dann braucht es mehr Publicity. Wir geben Herrn Kersten Nachhilfe in liebevoll durchdachter PR-Arbeit. Mit unserer Werbekampange #NKklärtauf möchten wir dafür sorgen, dass auch andere Apothekenartikel die Botschaft des Herrn tragen. Zeugt Kinder! Lebt enthaltsam! Sex – nein, nein. Kinder – ja, ja.

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Sex – ja, aber bitte nur zweckgebunden. Foto: Janos Szombati

 

Kein Kinderkram für Erwachsene

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Keine Kinder, keine Pflaster. Foto: Janos Szombati

 

PR-Nachhilfe für Andreas Kersten

Wenn ihr im PR-Marketingbereich arbeitet, irgendwas mit Medien studiert, gerne Produkte aus der Apotheke fotografiert oder ähnlich erstaunliche Skills im Fotoshop-Metier beweist, wie unser Praktikant, dann schickt uns eure Werbevorschläge bei Facebook oder twittert unter dem „#NKklärtauf“. Wir freuen uns auf eure Einsendungen. Zum Wohle der Kinder!

 

Au ja, ich spende via: PayPal | Überweisung | Bankeinzug | Flattr

 

 

Ein Kommentar:

  • Daniel sagt:

    Die Beipackzettel gab es bei ihm auch vor zwei Jahren schon, so aggressiv setzt er diese Botschaft auch nicht um.. Er hat mir die gewünschten Latex-freien-Kondome sogar bestellt und sie kommen automatisch neu, wenn die Packung verkauft wurde.

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