von am 26. Mai 2013

Quetschkaffee, Hermannstraße

Kaffeebecher an jeder Ecke. Eine Foto-Dokumentation weggeworfener „Coffee-to-go“ auf Neuköllns Straßen.

Morgens in Neukölln. Menschen strömen durch die Straßen, eine Hand fürs Kind, Croissant, Kippe oder Hund. Die andere fürs Morgengetränk, meistens ein „Coffee-to-go“, die zeitgeistige Aufwachnummer. Wobei „to go“ eigentlich „to waste“ heißen müsste, denn die geleerten Pappbecher werden zumeist sofort entsorgt und landen häufig auf der Straße.

80 Becher pro Person im Jahr

Durchschnittlich benutzt jeder von uns etwa 80 Becher plus Plastikdeckel im Jahr, das macht für Neukölln hochgerechnet bei circa 320.000 Einwohnern 2.560.000 Becher pro Jahr. Für den Mitnahme-Genuss werden bei der Herstellung pro Becher etwa 190 Gramm des klimaschädlichen Gases CO2 freigesetzt. Wer also täglich einen „to-go“ genießt, verursacht damit einen CO2-Ausstoß von etwa 65 kg im Jahr. Angesichts solcher Statistiken wird schon beinahe die Milch im Kaffee sauer. Fazit: Trendsetter trägt Thermobecher und die Masse wird folgen!

Straßenspaziergang Numero 8:

Gartenkaffee

Rütlistraße

 

Kaffee kopfüber

Körnerpark

 

Kaffee im Fernseher

Wissmannstraße

 

Mauerkaffee

Thomasstraße

 

Psychedelic Coffee

Herrfurthstraße

 

Kaffeestrom

Fuldastraße

 

Automatenkaffee

Flughafenstraße

 

Bananenkaffee

Rollbergstraße

 

Plastikkaffee

Rollbergstraße

 

Ein Kommentar:

  • Daniela sagt:

    Schönes Projekt! Ganz ehrlich: ich kann den ganzen Müll (es sind ja nicht nur die Kaffeebecher) auf den Straßen nicht mehr sehen! Da muss echt was passieren 🙂 Thermobecher wären definitiv schon mal ein Anfang!

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