von am 10. November 2015

nordkorea_neukoelln_cutWladek Flakin und Sarah Marsupilami hatten Neukölln verlassen, um eine Woche in Nordkorea zu verbringen und eine komplett andere Gesellschaft zu erleben. Aber: „Neukölln ist überall“ – selbst in Pjöngjang. NK und NK haben mehr gemeinsam, als man vermuten würde: 8 überraschende Gemeinsamkeiten von Neukölln und Nordkorea.

Texte und Foto oben: Wladek Flakin

1. Große Anführer

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Die Gesellschaft ist stark von einem übergewichtigen, autoritären Herrscher geprägt, der Jahrzehnte an der Macht blieb. Kim Il-Sung starb bereits 1994. Buschkowsky in diesem Jahr zurückgetreten. Beide haben bis heute viele Spuren hinterlassen.

 

2. Ramsch

In den Läden gibt es entweder nur chinesische Billigprodukte oder Mode aus den 50er Jahren.

 

3. Prestigeobjekte

Der Staat investiert in Prachtbauten, während Wohnungen knapp sind. Während in Neukölln das Geld für den Gutshof Britz hinausschleudert wird, baut man in Pjöngjang immerhin den Munsu Wasservergnügungspark.

 

4. Außen hui…

Alte Häuser werden bunt angemalt, damit sie ein bisschen glücklicher (oder renovierter) wirken.

 

5. Opfa

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Einmal im 20. Jahrhundert wurden wir von Bombern der US-Luftwaffe dem Erdboden gleich gemacht.

 

6. Nervige Nachbarn

Klar, mit Rudow teilen wir formell einen Bezirk, aber die beiden Gesellschaften könnten nicht unterschiedlicher sein. In Korea heißt die Grenze 38. Breitengrad bzw. Demilitarisierte Zone – bei uns S41/42 bzw. Ringbahn.

 

7. Nette Nachbarn

Im Gegensatz zum Süden, können wir uns auf unseren nördlichen Nachbar verlassen. Versuchen Nazis in Rudow zu marschieren, kann sich Neukölln auf die ewig Verbündeten in Kreuzberg und Friedrichshain verlassen. So wie der große Parteivorsitzende Mao seine schützende Hand über die Demokratische Volksrepublik Korea gehalten hat.

 

8. Arm, aber geil


Wir sind unglaublich arm, aber das hindert uns nicht daran in Überheblichkeit zu schwelgen: Wir wissen schließlich, dass wir die Besten sind.

(Von „sexy“ distanzieren wir uns in Neukölln klar und deutlich. Wir sind doch nicht die Partynutte der Immobilienwirtschaft. Ficken können wir trotzdem. Dich und Deine Mudda.)

Bonuspunkt: Über uns werden jetzt auch alberne Listen ins Internet gestellt.

Am 10. November referieren Wladek Flakin und Sarah Marsupilami über Nordkorea, ein Hipsterparadies. Eine Show mit nordkoreanischer Popmusik (NK-Pop), einem Quiz, Bildern, Videos, Lesungen und Geschichten.
Los geht’s um 20 Uhr im Laika (Emser Str. 131). Die Show ist auf Deutsch und umsonst, es wird aber um eine Spende von 5€ für einen guten Zweck gebeten.

Wladek Flakin und Sarah Marsupilami haben dieses Jahr eine Woche in der Volksrepublik verbracht. Wladek hat für Berliner Zeitung und Freitag über einige Erlebnisse berichtet.

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