Menschen, Tiere, Sensationen
FLU-15, FLU-19, FLU-21: Rund um die Boddinstraße gibt es in diesem Jahr bei 48 Stunden Neukölln besonders viel zu entdecken. Ein selektiver Besuch zu früher Stunde.
FLU 21: Um die Mittagszeit ist das Festival am gemütlichsten. An einigen Stellen wird noch geschrubbt, um die Überreste des vergangenen Abends zu beseitigen, an anderer Stelle ist der Aufbau für den neuen Tag in vollem Gange. In der Bar Frühperle begegnen wir zwei Künstlern, die noch an den letzten Feinheiten ihrer Ausstellung feilen. Aber sie freuen sich über die ersten Besucher und erzählen gerne über ihre Kunstwerke. “((U+C+I) x (10-S))/20 x A x 1/(1-sin(F/10))” lautet der kryptische Titel der Ausstellung, die viel Persönliches und Intimes enthält, sich dem Betrachter aber ohne Erklärung nur schwer erschließt.
FLU-15: Ins Idrawalot lockt uns vor allem T-Bone, ein freundlicher Rüde, der sich hier mit Ladenbesitzer Karl Addison die Zeit vertreibt. Das Idrawalot ist Galerie und Laden zugleich und im Moment bekommt man hier vor allem Siebdrucke von Addison selbst sowie von Ajka 13 & HLG zu sehen. Während Addison eher niedliche Hipster-Motive wie ein Grammophon, alte Kameras und Fahrräder zeichnet, gehen Ajka 13 & HLG in eine düstere Heavy Metal-Richtung.
FLU-19: Morbid mögen’s ja bekanntlich auch die Finnen, zu denen uns unser nächster Besuch verschlägt. Die Invalid Robot Factory ist Galerie, Werkstatt und Wohnraum von Pekka und Teija Isorättyä, die an diesem Wochenende Künstler aus dem Hamburger Gängeviertel eingeladen haben, Performances, Theater und Konzerte aufzuführen. Wir sind aber vor allem fasziniert von zwei Robotern, die wie zwei Rentner am Rollator umherstolpern. Im Nebenraum entdecken wir ein beeindruckendes Pferd, das aus Baumwurzeln und Treibholz gefertigt wurde und den ganzen Raum für sich einzunehmen scheint.
FLU-21: Die Frühperle, Boddinstr. 57 A
FLU-15: Idrawalot Gallery, Boddinstr. 60
FLU-19: Invalid Robot Factory, Isarstr. 3
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